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Hypertext und Hypermedia.

Eine textlinguistische Methodik zur Erstellung "rezipienten-orientierter" Onlinedokumentations- und Hilfesysteme

 

Hintergrund

 
Technische Produkte, insbesondere Softwareumgebungen, wie beispielweise Text- oder Datenverarbeitungsprogramme, aber auch eLearning-Portale, bieten den Benutzenden zunehmend eine wachsende Anzahl an Funktionen an. Aufgrund dieser stetig steigenden Komplexität und dem Anspruch heterogenen Benutzergruppen zu genügen, wächst der Bedarf an Technischen Dokumentationen.

Unter dem Oberbegriff Technischer Dokumentationen werden alle Dokumente zusammengefasst, die mit der Vermarktung eines technischen Produktes in Zusammenhang stehen. Dazu zählen Bedienungs- und Betriebsanleitungen, die oftmals in Handbüchern zusammengefasst werden, Serviceliteratur zur Wartung und Reparatur eines Produktes, Ersatzteil- und Produktkataloge sowie Vertriebs- und Schulungsunterlagen (vgl. Göpferich 2004: Technische Dokumentation. In: Knapp, Antos, Becker-Mrotzek (Hrsg.): Angewandte Linguistik. Ein Lehrbuch. 143-165). Diese können für den Benutzenden auch in webbasierter Form als Hypertexte, die in einem Onlinedokumentations- und Hilfesystem zusammengefasst werden, zur Verfügung gestellt werden.

Grundsätzlich gilt für alle Ausgabeformate und alle Benutzerunterstützungssysteme, dass sie Vollständigkeit und Fehlerfreiheit gewährleisten und dem Benutzenden ermöglichen das Produkt ausschließlich aufgrund der gebotenen Erklärungen und Hilfen zu bedienen. Dabei ist es wichtig, dass spezifische Benutzergruppen und ihre Anforderungen an die Software gesondert betrachtet und angesprochen werden. Ebenfalls wichtig ist der Faktor der Aktualität. Diesbezüglich muss es dem Benutzenden jederzeit möglich sein eine aktuelle Version der Dokumentationen und Hilfestellungen direkt über den Hersteller oder das Internet zu beziehen.

Der Anforderung an ein solches Dokumentations- und Hilfesystem stehen auch die Entwickler des Lehr- und Lernportals L²P der RWTH Aachen(external link) gegenüber. Die Intention dieser Entwicklung ist es, ein hochschulweites Lernportal einzuführen, dass jederzeit über das WorldWideWeb erreichbar ist und die Lehre der Dozierenden sowie das Lernen der Studierenden durch den Einsatz elektronischer Lehr- und Lernmöglichkeiten unterstützt und anreichert.

In L²P haben Dozierende die Möglichkeit, zu ihren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika etc.) einen virtuellen Lehr- und Lernraum anzulegen. Diesen können sie den Studierenden und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen und im Rahmen ihrer Veranstaltungen als unterstützendes Szenario einsetzen. Den Studierenden einer Lehrveranstaltung bietet das Lehr- und Lernportal einen direkten, einheitlichen und jederzeit möglichen Zugriff auf alle relevanten Informationen und Lernmaterialien aller ihrer Veranstaltungen. In einem eigens für Studierende konzipierten Bereich können diese selbstständig Lernmaterialien hochladen und ihren Kommilitonen zur Verfügung stellen. Zusätzlich besitzen Studierende die Möglichkeit Wiki-Seiten zu erstellen oder sich mit dem Dozierenden oder anderen Teilnehmern einer Lehrveranstaltung über ein Diskussionsforum auszutauschen. L²P fördert und unterstützt damit den kooperativen Austausch innerhalb der Gruppe der Studierenden sowie zwischen Studierenden und Dozierenden.

 
Realisiert wurde das Lehr- und Lernportal L²P in Kooperation des Centrums für integrative Lehr-und Lernkonzepte(external link) (CiL) mit dem Rechenzentrum der RWTH Aachen. Ziel dieser Kooperation ist es, das Lernportal in die bereits bestehenden Prozesse der Hochschule einzubinden. In das Lernportal wurde ein Hilfe & Support Bereich integriert, der die gedruckte Version eines Handbuches ersetzt und Dozierenden sowie Studierenden Informationen, Anleitungen und Tipps zum Gebrauch des Portals anbietet. Der zusätzliche telefonische und schriftliche Support, Schulungen für den Umgang und Einsatz sowie die Weiterentwicklung des Lehr- und Lernportals wird durch das CiL angeboten.

 

Zusammenfassung

Die Auseinandersetzung mit der Erstellung eines rezipienten-orientierten Onlinedokumentations- und Hilfesystems, dass anhand von Hypertext und Hypermedia umgesetzt wird macht deutlich, dass ein interdisziplinärer Ansatz und interdisziplinäres Wissen für den Autor oder die Autoren eines solchen Projektes unerlässlich sind. Ziel der Magisterarbeit ist es, diesen interdisziplinären Ansatz zu verdeutlichen, insbesondere textlinguistische Aspekte herauszuarbeiten und die daraus resultierenden Ergebnisse in einem Leitfaden für Autoren zusammen zufassen. Aufgrund des interdisziplinären Ansatzes, der insbesondere die Fachgebiete Softwareentwicklung und Textlinguistik miteinander verbindet, zeigt der Leitfaden dem Autor eines Onlinedokumentations- und Hilfesystems einen möglichen Entwicklungsweg auf und unterstützt diesen insbesondere in der Phase der konkreten Erstellung von instruktiven und repräsentativen Hypertexten. Der Leitfaden dient dadurch geübten und ungeübten Autoren als Handreichung.

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Die Arbeit ist in zehn Kapitel gegliedert und stellt u.a. die folgenden Themen dar:

  • Hypertext und Hypermedia
  • Dokumentationen im Rahmen der Softwareentwicklung
  • Onlinedokumentations- und Hilfesysteme
  • Dokumentations- und Hilfesystem als Hypertextsorten der Technik
  • Pragmatical Hypertext Design
  • Mensch/Technik-interaktionsorientierte Hypertexte: Aspekte des Schreibens im Kleinen und im Großen

 
Alle genannten Themen fließen mit in die Erarbeitung einer textlinguitischen Methodik zur Erstellung von Onlinedokumentations-und Hilfesystemen mit ein. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Leitfaden zur Erstellung eines rezipienten-orientierten Onlinedokumentations- und Hilfesystems für Autoren. Falls Sie Interesse an der vollständigen Arbeit haben oder Fragen zum Inhalt, wenden Sie sich bitte via eMail an die Autorin Anne-Christien Pielka(external link).

 

Betreuer

Herr Professor Dr. Ulrik Schroeder(external link)

Herr Professor Dr. Thomas Niehr(external link)


Created by roemer. Last Modification: Monday, 12. January 2009 15:16:20 by pielka.