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Entwicklung eines explorativen Learning- Analytics- Toolkits zur Reflexion und iterativen Verbesserung von eLearning-Szenarien

 
Diplomarbeit
Dennis Zielke

Hintergrund

Mediengestütztes Lernen oder Blended eLearning Szenarien werden oft durch E-Learning Portale abgebildet. Um Möglichkeiten zur Verbesserung der Lehre aufzuzeigen ist es zunächst wichtig, Indikatoren für die Bestimmung von Qualität und Effizient zu bestimmen. In der traditionellen Lehre kann man diese unter anderem über die direkte Beobachtung des Lernprozesses und des Zusammenspiels von Lehrenden und Lernenden sowie indirekt über die Auswertung der Lernerfolge und die Befragung der beteiligten Personen finden.

Dagegen lässt sich ein realitätsnahes E-Learning Szenario nicht unmittelbar untersuchen, weil es implizit konstruiert ist, um räumlich und zeitlich entkoppelte Lehr- und Lernprozesse zusammenzuführen. Aus wissenschaftlichen und auch aus wirtschaftlichen Gründen, besteht allerdings die Notwendigkeit, die Rechtmäßigkeit der Investitionen von Ressourcen zu belegen und um den Erfolg oder Misserfolg der Lehr-/ Lernprozesse dokumentieren zu können. Es scheint sinnvoll, trotz der schlechten Beobachtungsmöglichkeiten, authentische E-Learning Situationen zu untersuchen, da Ergebnisse von Versuchen unter Laborbedingungen nur schwer auf die Realität übertragen werden können.

Die Bewertung des Lernerfolgs selbst findet, ebenso wie der Lernvorgang außerhalb des Systems statt, daher soll sich die Evaluierung eines E-Learning Prozesses, nachfolgend auf die Qualität und Effizienz der Abbildung sowie die Unterstützung dessen durch das System beziehen.

Aufgabenstellung

 
Ein Ziel einer Evaluation, kann es sein, beispielsweise im Rahmen einer Vorlesung, die durch einen digitalen Lernraum ergänzt wird, den Zusammenhang zwischen studentischem Lernen und der Interaktion mit der Software zu bestimmen, um so dessen Auswirkungen auf den Lernerfolg zu untersuchen. Dabei können nicht nur die Lernerfolge sondern auch, die Häufigkeit der Nutzung, die Vorkenntnisse der Personen und die Ergebnisse ähnlicher Veranstaltungen mit einbezogen werden, wenn diese Daten verfügbar sind.

Die didaktischen Konzepte verschiedener Lernveranstaltungen können individuell abweichen, jedoch können Konzepte zur Benutzung digitaler Inhalte wiederverwendet werden. Das L²P der RWTH Aachen als Beispiel für ein Lernmanagementsystem auf der Basis von Microsoft Sharepoint ergänzt Lehrveranstaltungen in Form von digitalen Lernräumen, die auf einheitliche Art die Ablage von Dokumenten, Verbreitung von Ankündigungen, den Zugriff auf Wikis oder die Bearbeitung von Übungsaufgaben in Form von Templates zur Verfügung stellen. Auf Basis dieser Struktur, die die unterschiedlichen Lehr-/ Lernprozesse abbildet, soll es möglich werden die Nutzung des Systems, die Abbildung des E-Learning Prozesses und sowie die Qualität dessen zu untersuchen.

Während traditionelle IT- Systeme die Möglichkeit liefern, mittels gesammelter Log Daten, detaillierte Aussagen über die Nutzungshäufigkeit bestimmter Inhalte und die Konfiguration der Clients zu machen, fehlt die Option die vorhandenen Informationen einer eigenen domänenspezifischen Semantik zu unterlegen. In der Domäne E-Learning bieten beispielsweise Indikatoren wie z.B. die Frequenz und Regelmäßigkeit der Abfrage von Dokumenten, die Beteiligung in Diskussionsforen zu bestimmten Themen oder die Aufschlüsselung der Nutzung nach Studiengängen eine bessere Hilfestellungen zur Interpretation der Lehr/ Lernprozesse. Die Analyse wird also einfacher und somit attraktiver für Nutzer, wenn ein höheres Abstraktionsniveau gefunden wird, dass näher an der Ebene der Interpretation liegt.

Ziel der Diplomarbeit soll es sein, eine geeignete Methode und Softwarearchitektur zu entwickeln um die routinemäßige Dokumentation von einer eventuell lästigen Pflichtübung zu einer wertvollen Informationsaufarbeitung zu machen. Ohne eine Bewertung vorzunehmen sollen Muster im Nutzungsverhalten aufgezeigt werden, die in Bezug auf die individuellen Lehrveranstaltungsziele interpretiert werden können. Angestrebt ist dabei ein Framework für Fragetypen, so dass eine beispielhafte Sammlung von Fragen im Rahmen der Diplomarbeit entwickelt werden kann, die um zusätzliche Fragetypen erweitert werden kann. Im Rahmen der Diplomarbeit muss eine Lösung für die anonymisierte Verarbeitung der verfügbaren persönlichen Daten gefunden werden um dem gebotenen Datenschutz gerecht zu werden.

Zusammenfassung/Abstract

 

Download

 

 

Einführende Literatur

  • Romero, C., & Ventura, S. (July 2007). Educational data mining: A survey from 1995 to 2005. (J. Liebowitz, Hrsg.) Expert Systems with Applications, 33, 135-146.
  • Ardito, C., Costabile, M., De Angeli, A., & Lanzilotti, R. (2006). Systematic Evaluation of e-Learning Systems: An Experimental Validation. NordiCHI 2006, (S. 195-202)

 

Betreuer

 


Created by dyckhoff. Last Modification: Monday, 21. February 2011 09:28:53 by zielke.