Christoph Greven

Kontakt

Christoph Greven

Telefon

work
+49 241 80 21955

E-Mail

E-Mail
 

Visuelle interaktive Empfehler

Empfehlungssysteme haben in verschiedensten Bereichen an Bedeutung gewonnen. Sie ersetzen die frühere menschliche Beratung und helfen so, mit dem aktuellen Informationsüberfluss umzugehen. Dazu bedienen sie sich einer großen Masse an Informationen und bieten dafür für gewöhnlich eine persönliche Liste der n besten Elemente, die für den individuellen Nutzer als möglicherweise interessant identifiziert werden konnten. Wie diese Empfehlungen allerdings zustande kommen oder welche Relationen dort mit eingeflossen sind, ist für den Benutzer aus dem Ergebnis nicht erkennbar. Dies zeigt sich am mangelnden Verständnis des Empfehlungsprozesses und resultiert in einem verminderten Vertrauen in das Empfehlungssystem. Vor allem können notwendige Parametrierungen für die Optimierung von Empfehlungen häufig nicht mit genügend Verständnis vorgenommen werden.

Eine Möglichkeit, diesem Problem entgegenzuwirken, sind Visualisierungstechniken, mit deren Hilfe es möglich ist, wesentlich komplexere Zusammenhänge darzustellen, ohne zu viele relevante Informationen auszulassen.
Ein Anwendungsszenario, in dem Empfehlungssysteme zusammen mit Visualisierungstechniken benutzt werden, sind Publikationsnetzwerke. Hier setzen Graphen Informationseinheiten, zum Beispiel wissenschaftliche Publikationen, und Nutzer, das heißt Autoren, über verschiedene Arten von Beziehungen, beispielsweise Mitautorenschaft, in Relation. Es ist zu erforschen, wie die Verschmelzung von Empfehlungssystemen und Visualisierungen die Empfehlungserfahrung verbessern kann, zum Beispiel durch einen Rückfluss der Nutzerinteraktion in den Empfehler, um das Verständnis des Prozesses, dessen Steuerbarkeit und das Vertrauen in das System zu verbessern.