TABULA

  Gegenstände auf einem Multitouch-Tisch i10

Im Rahmen des TABULA Projekts erforschen wir zusammen mit Kolleginnen und Kollegen die Nutzung von anfassbaren Gegenständen auf Multitouch-Tischen, um Konzepte der Informatik interaktiv erfahrbar zu machen.

 

Lernen begreifbar machen

Ziel des Projekts TABULA ist, das Erlernen von Informatikkonzepten anfassbar zu machen. Primäre Zielgruppe ist die praxisorientierte Informatik-Hochschulausbildung, daneben auch die Informatik in der gymnasialen Oberstufe. Das Prinzip von TABULA ist jedoch auch in der betrieblichen Weiterbildung sowie in anderen Lernanwendungen jenseits der Informatik einsetzbar. TABULA verwendet zum Erreichen des Gesamtziels eine Kombination aus zwei innovativen Hardwarekomponenten Multitouch-Tische und Tangibles.

TABULA ist technisch besonders innovativ: Multitouch-Tische enthielten bislang stets Projektoren für das Display und Infrarot-Lichtquellen sowie Kameras zur Erkennung von Touch und Tangibles mittels Bildverarbeitung. Diese Systeme sind jedoch platzintensiv und störungsanfällig gegen Fremdlicht. TABULA verwendet stattdessen eine neue, gerade erst marktreife Generation von Multitouch-Tischen. Sie kombinieren einen LCD-Flachbildschirm als Display und die von Smartphones bekannte kapazitive Toucherkennung.

Dadurch können mehrere Tangibles von Lernern auf dem Tisch abgelegt, verschoben und manipuliert werden. Der Tisch erkennt die Tangibles auf seiner Oberfläche und verfolgt fortlaufend ihre Position und Rotation. Die Software kann dadurch unter und um jedes Tangible herum dynamisch seine Aura anzeigen: Werte und andere Informationen, die zum Tangible gehören, und beispielsweise Regler für Einstellmöglichkeiten per Toucheingabe. Bei Bedarf kann das Tangible selbst mit zusätzlichen lokalen Ein-/Ausgabekanälen ausgestattet werden, beispielsweise Schaltern, Berührungssensoren und LED-, Akustik- oder Vibrationsausgabe. Auch die Daten von und zu diesen Peripheriekanälen am Tangible selbst können vom Tisch generiert bzw. eingelesen werden.

Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und wir arbeiten mit Human-Computer Interaction Center (Prof. Borchers), Communication Science (Prof. Ziefle), dem Elektor Verlag und der Inside Media AG zusammen.

 

Projekt-Team