Dr. Ahmed Mohamed Fahmy Yousef

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Effective Design of Blended MOOC Environments in Higher Education

Im Laufe der letzten fünf Jahre haben Massive Open Online Courses (MOOCs) viel Aufmerksamkeit erlangt, weil sie einen freien Zugang zu höherer Bildung für jeden ermöglichen und damit eine „Revolution des Lernens“ einleiten könnten. Sie verfolgen die Vision des Lebens-begleitenden auf-Bedarf-Lernens. Trotz ihrer Popularität und in Einzelbeispielen großen Teilnehmerzahlen zeigt sich, dass MOOCs den mit ihnen verbundenen Versprechungen häufig nicht gerecht werden. Das von den Protagonisten ursprünglich avisierte Konzept der Demokratisierung von Bildung, das Hochschulkurse für jeden, überall und jederzeit, ohne formale Voraussetzungen in Form von Online-Kursen bereitstellt, hat sich bislang nicht bewahrheitet. Studien belegen, dass vor allem Hochschulabsolventen Kurse zur Aktualisierung ihres Wissens berufsbegleitend nutzen.

Ein weiteres neues Konzept betrifft die Umsetzung neuer Lernmodelle: Lernen von anderen in einer selbst-organisierten Gemeinschaft. Auch in diesem Punkt sind MOOCs in der Realität von diesem Potenzial noch weit entfernt. Die meisten MOOC-Implementierungen verwirklichen ein lehrerzentriertes und zentrales Top-Down Lernmodell. Wirklich offene, dezentrale, studierenden-zentrierte Formen bilden eher die Ausnahme.

Zu den häufig kritisierten Einschränkungen von MOOCs gehören pädagogische Probleme bezüglich Beurteilung von und Feedback zu Lernleistungen, beschränkte Interaktivität zwischen den Lernenden, sowie die Heterogenität und Diversität der MOOC-Teilnehmer. Diese Einschränkungen resultieren in Forschungsfragen darüber, welche Rolle MOOCs spielen sollen und wie sie als ein alternatives, ergänzendes Modell des Lehrens und Lernens in die Hochschullandschaft passen.

Das Ziel dieser Dissertation ist es, MOOC betreffende Einschränkungen zu beleuchten. Als ein Ansatz wird das neue Design-Paradigma von Blended MOOCs (bMOOCs) identifiziert. Es verfolgt das Ziel, unterrichtliche (d.h. Face-to-Face) Interaktionen und Online-Learning-Komponenten in einer gemischten Umgebung zusammenzuführen, um einige Hürden derzeitiger MOOCs abzufedern. Das bMOOCs Modell hat das Potenzial, studierenden-zentriertes Lernen zu fördern, effektive Beurteilungen und Feedback zu ermöglichen, die interaktive Gestaltung Video-basierter Vorlesungen zu unterstützen, unterschiedliche Ziele der MOOC-Teilnehmer zu beachten sowie die Vorteile der Face-to-Face-Interaktion einer MOOC-Umgebung zu integrieren.

Die Dissertation verfolgt einen qualitativen Forschungsansatz mit Fallstudien und Design-basierter Forschung, um die bMOOC-Plattform L²P-bMOOC systematisch zu entwerfen, zu implementieren und zu bewerten. Die wichtigsten Beiträge sind:

  • ein theoretisches Rahmenwerk zur Analyse des Stands der Forschung zu den Forschungsbereichen über Video-basiertes Lernen und MOOCs,
  • eine Kategorisierung verschiedener Ziele von MOOC-Beteiligten, um ein tieferes und besseres Verständnis ihrer Verhaltensweisen zu erlangen,
  • ein Katalog über Design-Dimensionen und Kriterien für effektive bMOOC-Umgebungen,
  • die Konzeption und Umsetzung der L2P-bMOOC-Plattform sowie
  • ein Bewertungsverfahren für Bedingungen von Benutzerfreundlichkeit und Effektivität.