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Grundlegende Kompetenzen im Umgang und Verständnis von Informatiksystemen für (ältere) Erwachsene

Motivation

Der prozentuale Anteil der Seniorinnen und Senioren in der Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahren immer weiter ansteigen. Lag der Anteil der Menschen über 60 Jahren 2013 noch bei etwa 27,1%, so wird dieser Anteil im Jahr 2060 voraussichtlich bei etwa 38,2% liegen (Bundeszentrale für politische Bildung, 2015). Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der Seniorinnen und Senioren, die Smartphones und/oder Tablets nutzen. Nutzten 2014 noch ungefähr 32% der Deutschen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren ein Smartphone hat sich dieser Anteil bis 2016 fast verdoppelt und liegt bei etwa 60%. Bei den Personen zwischen 60 und 69 sowie bei denen ab 70 sogar fast verdreifacht (60-69 Jahre: von 13% auf 37%; 70+ Jahre: von 4% auf 14%) (GfK Verein, 2016).

Forschungsfragen

Hinleitende Fragen:
• Was sollen Senioren zum Thema Informatiksysteme lernen?
○ Welche Inhalte sollen vermittelt werden?
○ Welche Inhalte sind für die Zielgruppe wichtig?
○ An welchen Inhalten hat die Zielgruppe Interesse?
• Wie können diese Inhalte über appgestützte Lerneinheiten vermittelt werden?
• Wie kann der Kompetenzzuwachs bezüglich digitaler Kompetenzen gemessen werden?

Hauptforschungsfrage:
• Wie können App gestützte (e-Learning gestützte, Software gestützte) Lerneinheiten technikfernen Erwachsenen ein grundlegendes / alltagsrelevantes Verständnis informatischer Systeme und ihrer Wirkungen auf die Gesellschaft vermitteln?

Forschungsziel

Ziel der Forschung ist es Seniorinnen und Senioren für die digitale Welt vorzubereiten. Dafür sollen digitale Kompetenzen vermittelt werden, um den Seniorinnen und Senioren zum einen die Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen bzw. zu erleichtern und zum anderen Grundlagen zu schaffen, so dass sie bei gesellschaftlichen Fragen bezüglich digitaler Themen mitentscheiden können. Zum Bereich der Teilhabe an der digitalen Welt zählt vor allem der Bereich der Vernetzung, so zum Beispiel der Kontakt zu Familienangehörigen über soziale Netze oder Videotelefonie. Im Bereich der gesellschaftlichen Fragen kann es z.B. um Sicherheitsaspekte, wie Datenspeicherung oder Videoüberwachung, gehen. Ziel ist es nicht in erster Linie Seniorinnen und Senioren zum Umgang mit technischen Geräten zu befähigen, sondern insbesondere deren Technikakzeptanz und Technikverständnis zu fördern. Hierzu sollen informatische Grundlagen, wie z.B. Aspekte der Vernetzung und Sicherheit, vermittelt werden und das Selbstkonzept und die Technikexpertise der Seniorinnen und Senioren stärken. Der Fokus liegt hierbei auf der Vermittlung am Tablet. Eine Übertragbarkeit des gelernten auf andere Informatiksysteme soll dabei ermöglicht werden.

Aktuell beschäftigt sich die Forschung mit der Identifikation der Inhalte, welche vermittelt werden sollen. Basierend auf Schulcurricula, Rahmenvorgaben und Bildungsstandards aus dem Bereich der Informatik Bildung in der Schule sowie relevanten Themen mit aktuellem Alltagsbezug und Interessen der Zielgruppe soll ein Curriculum für technikferne Erwachsene entstehen. Dieses bildet die Grundlage für die Auswahl der Themen und Inhalte, die mittels appgestützter Lerneinheiten vermittelt werden.